Barrierefreiheit im Web

Wer heute Internetauftritte verwirklichen will, die für alle Besucherinnen und Besucher wie erwartet funktionieren, kommt nicht mehr daran vorbei, sich mit dem Thema Barrierefreiheit zu befassen. Doch was heisst das? 

Als Barrierefreiheit bezeichnen wir den Zustand der einfachen Zugänglichkeit von baulichen Objekten und Informationsangeboten. Ziel ist es, dass Menschen mit Beeinträchtigungen diese ohne zusätzliche Hilfe nutzen können. Mit Beeinträchtigungen sind aber bei weitem nicht nur z.B. körperliche Behinderungen gemeint – auch eine Familie mit Kinderwagen ist froh darum, wenn der Einstieg in das öffentliche Verkehrsmittel niederflurig erfolgen kann. Genauso ist es auch im Web: Wird ein Webauftritt so gestaltet und umgesetzt, dass der Zugang dazu möglichst uneingeschränkt ist, profitieren alle Benutzenden davon. Auch solche, die keine Beeinträchtigungen aufweisen. Und alle von uns werden im Leben früher oder später eine Beeinträchtigung erleben müssen. Sei es eine temporäre, wie ein gebrochener Arm, der uns die Bedienung einer Maus verunmöglicht, oder eine andauernde, wie das Eintreten der Altersweitsichtigkeit.

Wird ein Webauftritt so gestaltet und umgesetzt, dass der Zugang dazu möglichst uneingeschränkt ist, profitieren alle Benutzenden davon.

Durch die Einführung von modernen Webstandards und dem Folgen von Best-Practices in der Entwicklung ist es heute einfacher denn je, zugängliche Auftritte zu realisieren. Der semantische Aufbau einer Seite, also die Verwendung der richtigen Inhaltselemente, stellt dabei das Grundgerüst auf dem die weiteren Optimierungen aufbauen können. Jedes Element hat eine klar definierte Funktion, die von Bildschirmleseprogrammen erkannt und korrekt vorgelesen werden kann. 

Sitzen Sie momentan vor einem Computer mit macOS? Dann betätigen Sie doch mal die Tastenkombination cmd-F5. Dieses auf jedem Mac vorhandene Bildschirmleseprogramm gibt Ihnen sofort einen Einblick, wie Menschen mit schweren Sehbeeinträchtigungen die digitale Welt wahrnehmen. Schliessen Sie dazu noch die Augen und schauen Sie, wie gut sie zurechtkommen.

Die visuelle Gestaltung spielt natürlich auch eine Rolle. So müssen z.B. Texte in einem ausreichenden Kontrastverhältnis zum Hintergrund und in einer sinnvollen Schriftgrösse dargestellt werden.

Damit ein Projekt einen möglichst hohen Grad an Zugänglichkeit erreicht muss bereits von Anfang an darauf geschaut werden, dass aktiv und andauernd die Zugänglichkeit beobachtet und getestet wird.

Wir sind stolz darauf, dass der von uns vor kurzem fertig gestellte Webauftritt der Gemeinde Ettiswil eine hohe Ausprägung an Barrierefreiheit besitzt. In Zukunft werden wir diesen Fokus bei allen Projekten verstärkt setzen. Denn ein empathischer Webauftritt hilft nicht nur denen, die darauf angewiesen sind.

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